Der Pennantsittich (Platycercus elegans) ist ein Plattschweifsittich aus dem Osten und Südosten Australiens, tief karminrot mit violettblauen Wangen, Flügeln und Schwanz. Erwachsene Vögel messen etwa 32-36 cm einschließlich des langen Schwanzes und wiegen rund 120-160 g. Gut gehalten werden sie häufig 15-20 Jahre alt, manchmal älter. Drei Dinge prägen die Haltung: Er ist ein Volierenvogel, der mehrere Meter Flugstrecke braucht, kein Käfigvogel fürs Wohnzimmer. Er ist gegenüber anderen Vögeln aggressiv, Paare werden deshalb allein gehalten. Und obwohl er lernen kann, auf die Hand zu steigen und Futter aus der Hand zu nehmen, lässt er sich nur selten gern anfassen oder kraulen. Sein Ruf ist ein angenehmes, flötendes Pfeifen.
Pennantsittiche leben im Osten und Südosten Australiens, von Queensland über Neusüdwales und Victoria bis nach Südaustralien, dazu kommt ein getrenntes Vorkommen im Nordosten von Queensland. Sie bevorzugen Eukalyptuswälder, feuchte Bergwälder und Waldränder und sind in Parks und Gärten häufig. Gelbe und orangefarbene Formen wie der Strohsittich und der Adelaidesittich gehören zur selben Art. Sie fressen Samen, Blüten, Früchte, Knospen und Insekten, oft am Boden. Paare verteidigen ihre Bruthöhlen energisch, was sich in Menschenobhut als ausgeprägte Aggression gegenüber anderen Vögeln zeigt. Die Art hat sich außerdem in Neuseeland und auf der Norfolkinsel angesiedelt.
Erwachsene Vögel messen etwa 32-36 cm, ein großer Teil davon Schwanz, und wiegen rund 120-160 g. Sie sind karminrot mit violettblauen Wangen, blauen Flügeln und Schwanz und schwarzer Schuppenzeichnung auf dem Rücken. In vielen Populationen sind Jungvögel überwiegend grün und färben sich etwa im Lauf des ersten Lebensjahres allmählich rot um; das ist normal und kein Zeichen schlechter Gesundheit. Hahn und Henne sehen gleich aus. Hähne sind oft etwas größer mit breiterem Kopf und kräftigerem Schnabel, das ist aber unzuverlässig, deshalb empfiehlt sich vor dem Verpaaren eine DNA-Geschlechtsbestimmung. In Volieren werden sie häufig 15-20 Jahre alt, manchmal älter.
Pennantsittiche sind aktiv, aufmerksam und eigenständig. Meist sind sie eher wachsame Beobachter als anhängliche Gefährten, und die meisten bestimmen selbst, wann sie Kontakt wollen. Die Stimme ist ein klares, flötendes Pfeifen, das viele als angenehm empfinden, dazu kommen raue Warnrufe; sie ist weniger durchdringend als die eines Keilschwanzsittichs, trägt aber im Garten weit, Nachbarn sollten also mitbedacht werden. Sprechen ist selten. Ein Pennantsittich passt zu jemandem mit Platz für eine Außenvoliere, der gern natürliches Verhalten beobachtet. Nicht geeignet ist er für alle, die ein verschmustes oder sprechendes Tier suchen, für Wohnungshalter ohne Volierenplatz und für eine Gemeinschaftsvoliere mit anderen Sittichen, in der er kleinere Vögel verletzen oder töten kann.
Ein Pennantsittich ist ein kräftiger, schneller Flieger und gehört in eine Voliere. Als Richtwert sollte der Flugraum mindestens 3 m lang sein, mit einem trockenen, zugfreien Schutzraum an einem Ende; länger ist besser. Verwenden Sie punktgeschweißtes Gitter mit Maschen von etwa 25 x 13 mm und einer Drahtstärke um 1,6 mm. Grenzen Volieren aneinander, bringen Sie doppelten Draht mit Abstand zwischen den Lagen an, denn benachbarte Plattschweifsittiche kämpfen durch das Gitter und beißen sich in die Zehen. Halten Sie ein Paar pro Voliere. Mitteleuropäisches Klima vertragen Pennantsittiche, wenn der Schutzraum trocken und frostgeschützt ist, Nässe dagegen schlecht. Innenkäfige sind als Dauerunterkunft ungeeignet; ein Vogel im Haus braucht ein Vogelzimmer.
Anders als viele größere Papageien werden Plattschweifsittiche traditionell mit einer guten Sittichmischung gefüttert, die Glanzsaat, verschiedene Hirsen, Hafer und wenig Sonnenblumenkerne enthalten kann. Viele nehmen auch Pellets an, die einen Teil der Ration ausmachen können. Täglich gehören Grünfutter, Gemüse und etwas Obst dazu; Apfel, Beeren, Möhre, Blattgemüse und Vogelmiere werden gern gefressen. Halbreife Grassamen und Keimsaat sind besonders in der Brutzeit wertvoll. Eine Sepiaschale oder andere Kalziumquelle ist für Hennen wichtig. Da Pennantsittiche am Boden fressen, reichen Sie das Futter in täglich gereinigten Näpfen oder Schalen statt direkt auf der Erde. Avocado, Schokolade, Koffein, Alkohol und salzige Speisen sind tabu.
Die beste Beschäftigung für einen Pennantsittich ist Flugraum und etwas zu tun darin: frische Äste von Weide, Hasel oder ungespritzten Obstbäumen zum Benagen und Entrinden, Naturäste unterschiedlicher Stärke als Sitzstangen und eine flache Badeschale, die Pennantsittiche eifrig und oft nutzen. Grasrispen mit Samen und Keimsaat in sauberen Schalen fördern die natürliche Futtersuche. Die tägliche Pflege dauert etwa eine halbe Stunde: frisches Futter und Wasser, ein prüfender Blick auf jeden Vogel, Entfernen von Resten und regelmäßige Bodenreinigung, um den Kreislauf der Parasiten zu unterbrechen. Pennantsittiche fordern nicht stundenlange Zuwendung wie ein Kakadu, brauchen aber tägliche Beobachtung, damit Krankheiten früh auffallen.
Platycercus elegans steht in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) und in Anhang B der EU-Artenschutzverordnung (VO (EG) Nr. 338/97). Für den Handel innerhalb der EU ist keine Artikel-10-Bescheinigung nötig, der Verkäufer sollte aber die legale Herkunft belegen können, etwa durch Zuchtunterlagen oder Papiere des Vorbesitzers. Bewahren Sie alle Dokumente zum Vogel auf. Australien führt seit Jahrzehnten keine heimischen Vögel kommerziell aus, legal gehandelte Pennantsittiche in Europa stammen daher aus seit langem etablierten Zuchtlinien. Für Volieren können zudem örtliche Vorschriften zu Bau und Lärm und in manchen Ländern Pflichten zu Beringung oder Meldung gelten. Klären Sie das vor dem Bau.
Pennantsittiche lassen sich mit positiver Verstärkung trainieren, auf Hand oder Stange zu steigen, einem Zielstab zu folgen und Futter aus den Fingern zu nehmen; handaufgezogene Vögel dulden Berührungen besser als von den Eltern aufgezogene. Körperliche Nähe suchen sie jedoch selten: Plattschweifsittiche putzen sich nicht gegenseitig das Gefieder, wie es Nymphensittiche oder Unzertrennliche tun, und viele werden mit zunehmendem Alter weniger duldsam. Trainieren Sie daher praktische Mitarbeit, etwa in die Transportbox gehen, auf die Waage steigen und zu einem festen Platz zurückkehren. So wird das Einfangen in der Voliere überflüssig. Arbeiten Sie in kurzen Einheiten mit Lieblingssaaten als Belohnung und fangen Sie einen Vogel, der zahm bleiben soll, möglichst selten mit dem Kescher.
Das größte Gesundheitsrisiko bei Pennantsittichen in Volierenhaltung sind Darmparasiten, vor allem Spulwürmer, weil die Vögel am Boden nach Futter suchen und Wurmeier vom verschmutzten Volierenboden aufnehmen. Regelmäßige Kotuntersuchungen und ein Entwurmungsplan, den ein vogelkundiger Tierarzt festlegt, gehören zur normalen Pflege, ebenso ein leicht zu reinigender Boden, etwa Beton oder regelmäßig erneuerter Kies. Die Schnabel- und Federkrankheit der Papageien (PBFD) ist bei wildlebenden Pennantsittichen gut belegt und kommt auch in Menschenobhut vor; Psittakose (Chlamydia psittaci), die auf den Menschen übertragbar ist, ist ebenfalls möglich. Hennen können unter Legenot leiden, vor allem ohne ausreichende Kalziumquelle. Stellen Sie neue Vögel 30-45 Tage in einem getrennten Raum unter Quarantäne und bringen Sie aufgeplusterte, ruhige Vögel umgehend zum Tierarzt.
In einer gut geführten Voliere werden Pennantsittiche häufig 15-20 Jahre alt, manche älter. Lebensverkürzend wirken vor allem Darmparasiten, mangelnde Hygiene am Volierenboden, Verletzungen durch Kämpfe mit Nachbarvögeln und kalte, feuchte Unterbringung. Regelmäßige Kotuntersuchungen beim vogelkundigen Tierarzt, ein trockener, frostgeschützter Schutzraum und ein Paar pro Voliere bieten die besten Voraussetzungen für ein langes Leben.
Pennantsittiche sprechen selten; gelegentlich lernt ein Vogel eine gepfiffene Melodie oder ein Wort, gehalten werden sie aber nicht wegen der Sprache. Ihre Stimme ist ein klares, flötendes Pfeifen mit raueren Warnrufen. Sie ist weniger durchdringend als die eines Keilschwanzsittichs, trägt im Garten aber weit, besonders früh am Morgen. Bedenken Sie die Nachbarn, bevor Sie eine Voliere nahe der Grundstücksgrenze bauen.
Für Einsteiger in die Volierenhaltung, die Platz im Garten haben und natürliches Verhalten beobachten möchten, kann er passen, denn Pennantsittiche sind robust und relativ einfach zu ernähren. Als erster zahmer Hausvogel zum Kuscheln eignet er sich nicht. Die meisten dulden Berührungen bestenfalls, und viele werden mit dem Alter weniger duldsam. Wer einen handzahmen ersten Vogel sucht, ist mit einem Nymphensittich besser beraten.
Als Richtwert braucht ein Paar einen mindestens 3 m langen Flugraum mit trockenem, zugfreiem Schutzraum; länger ist besser, denn Pennantsittiche sind schnelle Flieger. Verwenden Sie punktgeschweißtes Gitter mit etwa 25 x 13 mm Maschenweite und rund 1,6 mm Drahtstärke und bringen Sie zwischen benachbarten Volieren doppelten Draht an. Innenkäfige eignen sich nicht als Dauerunterkunft, ein Vogel im Haus braucht ein Vogelzimmer.
In der Regel nicht. Pennantsittiche sind für ihre Aggression gegenüber anderen Vögeln bekannt, vor allem gegenüber Artgenossen und verwandten Plattschweifsittichen, und können kleinere Vögel wie Wellensittiche oder Finken schwer verletzen oder töten. Halten Sie ein Paar pro Voliere und trennen Sie benachbarte Flugräume durch doppelten Draht, damit sich die Vögel nicht durch das Gitter in die Füße beißen. Auch gleichgeschlechtliche Gruppen streiten oft, sobald die Tiere geschlechtsreif sind.