Der Edelpapagei (Eclectus roratus) stammt aus den tropischen Regenwäldern der Salomonen, Neuguineas und Nordaustraliens und weist den extremsten Geschlechtsdimorphismus der Vogelwelt auf: Männchen strahlen in leuchtendem Smaragdgrün mit korallenfarbenem Schnabel, während Weibchen in tiefem Purpurrot und Kobaltblau gefärbt sind.
Edelpapageien besitzen einen evolutionär verlängerten Verdauungstrakt und dürfen nicht wie herkömmliche Papageien gefüttert werden. Künstlich vitaminisierte Pellets oder chemische Farbstoffe führen bei ihnen zu Muskelzuckungen („Toe Tapping"). Ihre Ernährung muss zu mindestens 60–70 % aus frischem, biologischem Obst, Gemüse, Sprossen und Beeren bestehen.
Empfehlenswert sind Papaya, Granatapfel, Mangos, Beeren, Brokkoli, Karotten und gekeimte Hülsenfrüchte, ergänzt durch unbefestigte Bio-Pellets.
Edelpapageien sind besonnene, aufmerksame Beobachter. Im Gegensatz zu vielen anderen Großpapageien neigen sie nicht zu hysterischem Geschrei, sondern geben angenehme, flötende Laute von sich.
Da Edelpapageien gerne waagerecht fliegen, sollte der Käfig eher breit als hoch sein (mindestens 100 x 80 x 120 cm). Eine hohe Luftfeuchtigkeit von 60–70 % unterstützt die seidige Federstruktur.
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Bei richtiger Frischfütterung erreichen Edelpapageien ein Alter von 30 bis 45 Jahren.
Nur unbefestigte Bio-Pellets ohne synthetische Vitamine und Farbstoffe; Frischkost muss stets die Hauptnahrung bilden.
Dies ist fast immer eine Reaktion auf künstliche Futterzusätze, Konservierungsstoffe oder überdosierte Vitamine. Die Umstellung auf reine Frischkost schafft meist schnelle Abhilfe.